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Rätselhafte Allegorie versinkt im Diffusen
  · 16.08.19
Sehr rätselhaft und kryptisch blieb Latifa Laâbissi bei der Deutschlandpremiere von „White Dog“. Vage deutete der Programmzettel eine Auseinandersetzung mit Gewalt, dem Lärm medialer Debatten und Flucht als Strategie an. Die 70 Minuten kurze Choreographie, die Laâbissi gemeinsam mit drei Mitstreiter*innen, wirkte jedoch sehr beliebig.

Laâbissi erklärte in einem kurzen Text auf den ausliegenden Handzetteln, dass sie sich ursprünglich sehr explizit in die aufgeheizte politische Debatte in Frankreich einmischen wollte, sich stattdessen aber für eine poetische Allegorie entschied.

Dicke Seile und Fesselaktionen zogen sich leitmotivisch durch einen Abend, der über weite Strecken in einem Wald aus neongelben Röhren ohne Worte und stattdessen mit Hundegebell im Hintergrund auskam, zwischendurch jedoch mit lauten Beats explodierte. Die Choreographie verlor sich jedoch so sehr im Diffusen mit nur angedeuteten Gesten und Ritualen, dass nicht mehr erkennbar war, was die Französin erzählen wollte.

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