2.5/5
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Eigenwillig, ungewöhnlich, streitbar – und inkonsequent
  · 16.08.19
''Laâbissi hat ein künstlerisch sehr eigenwilliges, ungewöhnliches und streitbares Stück entworfen. Mit dem Mut, keine angepasste, sondern herausfordernde Kunst zu schaffen – dies ist der erste Streitfall beim Tanz im August. Allerdings ist sie auch inkonsequent, bietet nach dem radikalen Beginn des langen Herumsitzens auch etliche bunte Schauwerte in Bühnenbild und Tanz. Sie folgt einer recht simplen Dramaturgie der Beschleunigung und Entschleunigung. Inhaltlich und szenisch gibt es keine Weiterentwicklung und auch die beinahe kreatürliche Bewegungssprache entfaltet sich nicht. Gegen Ende des Stückes wird der Tanz nur gefälliger, steigert sich in ein Spektakel.

Das Stück verharrt also in der einmal gefunden Zustandsbeschreibung, bleibt der einmal formulierten Idee verhaftet – die Fiktion einer fremden Gemeinschaft genügt sich ausschließlich selbst, das Ausweichmanöver bleibt eine Illusion und damit in der Gefahr, politisch beliebig interpretierbar zu sein. Über die gesamten 70 Minuten trägt das nicht – am Ende gab es wohlwollenden Applaus.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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