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Der Klassiker ganz klassisch
  · 07.07.19
Die West Side Story - ein Musical-Klassiker, der sich um zwei Banden dreht, die sich bekämpfen. Und zwischen den Fronten Maria und Tony, zwei Liebende, die am Ende keine Chance haben. So der Inhalt in Kurzform; an den Melodien dieses weltbekannten Musicals wie Maria, Tonight, America, I Feel Pretty oder Somewhere aus der Feder Leonard Bernsteins ist wohl kaum jemand vorbeigekommen.
Dieser Tage nun ist die Geschichte von der Upper Westside zu Gast in der Staatsoper unter den Linden, gleichzeitig auch als erste Sommer-Gastbespielung seit der Wiedereröffnung im umgebauten und sanierten Opernhaus, noch bis zum 14. Juli.
Und der Prolog lässt ahnen, in welche Richtung der Abend geht. Es ist weniger der blutige Krieg der beiden Banden, der präsentiert wird als vielmehr die tänzerische Umsetzung der Konflikte, auf der der Fokus liegt. Das Erbe von Jerome Robbins, dem ersten Regisseur und Choreografen der West Side Story ist unübersehbar, er nutzte den Tanz als Kunstform, um die rivalisierenden Gruppen zu charakterisieren, darüber hinaus auch als zentrales Kommunikationsmittel. Joey Mc Neelys jetzige Inszenierung funktioniert ganz im Geiste des Originals, auch bei ihm wird die tänzerische Umsetzung zum Mittelpunkt.
Und die rivalisierenden Kämpfe sind überzeugend choreografiert, das vor allem australische Ensemble agiert mit viel Temperament, Präzision und höchster Professionalität. Allen voran Chloé Zuel, die in der Rolle der Anita sowohl schauspielerisch als auch tänzerisch mit ihrer Rolle verwachsen scheint. Wofür sie sich am Ende auch den größten Applaus abholt. 
Das Bühnenbild besteht aus beweglichen Seitenteilen, mit Balkonen und Feuertreppen, auf der Hinterwand ebenfalls wechselnde Videoinstallationen, die monochrom auch mal zu einem beeindruckenden Bild des vor ihr tanzenden Ensembles wird, die Lichttechnik unterstützt effektvoll.
So wie die vor allem jungen Darsteller auch gesanglich überzeugen, allen voran Sophie Salvesani als Maria und Todd Jacobson als Tony, auch wenn ihnen die Leidenschaft ein wenig abgeht.
Schön aber, wie das Immigrantenthema aufgenommen wird, zum Beispiel im deutlichen spanischen Dialekt der Sharks, aus Puerto-Rico kommend, im Gegensatz zu den Jets, die sich trotz polnischer Wurzeln als Platzhirsche sehen. In Sachen Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass hat sich in über 60 Jahren also nicht viel geändert seit der Uraufführung 1957 am New Yorker Broadway.
Das Publikum zeigt sich begeistert, mit Standing Ovations.
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