Kritik zuDie Physiker
2.0/5
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2 von 3 Personen fanden die Kritik hilfreich
Schrecklich komisch
  · 26.06.19
''Der Spielraum wurde von Judith Oswald verkleinert durch eine von Neonröhren eingerahmte Box mit noch kleineren Türen in der Rückwand. Klein ist alles: die Spielidee, die Spannung und zuletzt, genau besehen, auch das Stück. Klein ist vor allem der Humor. Marietta Meguid trägt als die zum Ende hin dämonische Frau Doktor Mathilde von Zahnd eine dicke Brille – schrecklich komisch. Marco Massafra als Johann Wilhelm Möbius, Klaus Rodewald als Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein, und Benjamin Pauquet als Herbert Georg Beutler, genannt Newton, spielen an der Rampe zusammen mit Gabriele Hintermaier als Oberschwester Marta Boll die Geige, und zwar, weil auch das schrecklich komisch ist, falsch. Auf diesem Niveau kommt auch die Komik von Doppelrollen zum Tragen. Eigentlich sollte es skeptisch machen, dass Dürrenmatt die Söhne des Scheinirren Möbius Adolf-Friedrich, Wilfried-Kaspar und Jörg-Lukas nennt. Das ist bei Loriot, wenn er selbst spielt, schon komischer. 

Brechts Leben des Galilei und Kipphardts In der Sache J. Robert Oppenheimer sind die besseren Stücke zum Thema. Sie sind allerdings auch weniger komisch. Jedenfalls in der Regel.'' schreibt Thomas Rothschild am 26. Juni 2019 auf KULTURA-EXTRA
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