Kritik zuFalcone
4.0/5
Bewertungen: 3
Rezensionen: 1
Alle Kritiken ansehen.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Falcone kennt jeder
  · 01.05.17
''In der Tradition griechischer Dramen stehen die Frauen auf der Empore im Hintergrund - als Kassandren, als Warnerinnen, als Seherinnen, die das Ende Falcones, seiner Frau und der drei Bodyguards herbeiflüstern. In den Szenen, wo Falcone über die Ereignisse reflektiert, werden immer wieder zwei Flugzeugsitze in den Zuschauerraum gefahren. Wenn die Richter singen, verschwinden die Sitze. Die Richter, die über den Köpfen der Bevölkerung hinweg mit den Mafiabossen kungeln - gegen Falcone, Italiens Held im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Giovanni Falcone und seine Frau starben nach vielen Mordversuchen schließlich am 23. Mai 1992. Mit einer 500-kg-Bombe wurden sie bei Palermo in die Luft gesprengt. Kurz nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Palermo, nach einem zweistündigen Flug von Rom. Die ganze Oper ist von der Todesahnung durchzogen. Geräuschhafte Pattern erzeugen die gruselige Atmosphäre. Schroffe Klangkaskaden in Kombination mit den eingespielten Geräuschen. Ansätze von Melodien kommen nur vom Gesang, oft wird nur gesprochen, man wird an Paul Dessaus Oper Einstein erinnert. Die unprätentiöse Inszenierung sitzt, David Robert Coleman hat seinen Klangapparat richtig gut unter Kontrolle. Tolles Thema, tolle Inszenierung und man hat was zu erzählen, weil: Den Falcone kennt jeder. '' schreibt Steffen Kühn am 1. Mai 2017 aufKULTURA-EXTRA
War die Kritik hilfreich?

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN





eventim     Reservix Ticketing System  

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

 

TICKETS KAUFEN
eventim

ANZEIGE
                              
                                                    
Toggle Bar
X

Right Click

No right click