Kritik zuMega Israel
5.0/5
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Beeindruckend und kraftvoll
  · 12.04.19
Zum Erlebnis wird „Mega Israel“ vor allem durch das Meisterwerk „Minus 16“ nach der Pause. Die ikonische Arbeit von „Mr. Gaga“ Ohad Naharin, die er 1999 für das Nederlands Dans Theater in Den Haag entwickelte, hat nichts von ihrer Frische verloren. Die Präzision, mit der die Tänzer*innen zum hebräischen Volkslied „Echad Mi Yodea“ aus ihren ekstatisch und im Schmerz zappelnden Körpern eine Welle formen, die immer wieder zur Ruhe in die Grundposition zurückfindet, bevor sie neu aufbrandet, ist der Höhepunkt dieses Abends.

Passend zu diesem sehr unterhaltsamen Tanz-Fest strömen die Akteur*innen am Ende ins Publikum und fordern einige Besucher*innen auf, mit ihnen auf der Bühne zu feiern. Zum eigentlichen Star dieses Abends wird somit die ältere Dame, die beeindruckend gelenkig ihr Duett mit dem Profi aus der Gauthier Dance Company im Scheinwerferlicht auf der Bühne der Berliner Festspiele tanzt.

Schon nach der Premiere der „Mega Israel“-Kompilation, die im Juli 2017 das Colours-Festival in Stuttgart eröffnete, war das Presse-Echo durchweg positiv. Auch in Berlin ist die Produktion einer der Höhepunkte des Tanzjahres: nach der ersten von leider nur vier Gastspiel-Aufführungen ernteten die Tänzer*innen zurecht begeisterten Applaus.

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