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Kirschberg Kreuzgarten
  · 25.04.17
Seit der Übernahme der Intendanz durch Shermin Langhoff, werden im Maxim-Gorki-Theater bevorzugt Migrations-Themen behandelt. – Man beleuchtet unsere Gesellschaft als eine des “Übergangs“.
Eine andere “Gesellschaft im Übergang“ meinte Anton Tschechow, als er im Jahr 1900 seine Komödie Der Kirschgarten schrieb. Darin geht es um die Familie, der ein Gut, der „Kirschgarten“ gehört. – Nicht irgendein Garten, sondern ein ganz besonders schöner, bezaubernder, berühmter: Er habe sogar eine Eintragung ins Konversationslexikon erfahren. Dieser Kirschgarten nun soll versteigert werden, weil die Gutsbesitzerfamilie ihr Geld auf Reisen und im Rausch verprasst hat. Emporkömmling Lopachin (Taner Şahintürk), Enkel eines ehemaligen Sklaven des Gutes, kauft schließlich den Kirschgarten. Tschechow beschreibt damit metaphorisch das Ende der Feudalgesellschaft und lässt eine Vorahnung auf die Revolution laut werden. Ab sofort soll Reichtum durch Arbeitsleistung und nicht länger durch Herkunft erworben werden.
Am 11.12.2013 hatte am Maxim-Gorki-Theater eine Inszenierung des Kirschgarten Premiere, die mit dem ursprünglichen Stück nicht mehr viel zu tun hat. Weiterlesen →
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