Kritik zuHool
3.0/5
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Null-Null
  · 23.03.19
''Wenn man den Beschreibungen folgen will, handelt das Buch, auf dem die Inszenierung basiert, vom Bestehen und Zerbrechen einer Männerfreundesgruppe im spannenden Hannover, die ihren Lebensinhalt darin sieht, Mitglieder einer anderen Männerfreundesgruppe aus dem nicht minder spannenden Braunschweig so lange zu prügeln, bis der Arzt kommen muss. Dazu denkt man sich diverse Finessen aus, die aber kaum an den Einfallsreichtum oberbayerischer Dorfburschenschaften heranreichen, den Nachbarn den Maibaum zu klauen (die zivilisierte Variante dieser Testosteronfestspiele). Da aber keiner dieser Knallkörper bei mir irgendwelche Sympathien erringt, lässt mich das Ganze relativ kalt. 

Insgesamt also ein klares Unentschieden: Wieder mal (nach dem thematisch benachbarten „Neun Tage wach“) eine gelungene theatrale Umsetzung eines aktuellen Romans, die ihr breites Publikum finden wird. Dem (von mir hier unterstellten) Erklärungsversuch für eine sehr spezielle Ausdrucksweise menschlicher Eigenarten kann und mag ich hingegen nicht folgen, meine Verachtung für dies Gesindel ist keinen Deut kleiner geworden durch das Stück. Und dieses simple Thema gibt nun mal kein großes Theater her, auch Schiller wäre dazu nicht viel mehr eingefallen. Dies behaupte ich hier einfach mal – wer wollte das wohl widerlegen?'' schreibt Sandro Zimmermann am 23. März 2019 auf KULTURA_EXTRA
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