3.3/5
Bewertungen: 4
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Es fehlt an Spannung
  · 08.04.17
''Leider kommt keine Spannung auf. Denn es wird keine Geschichte erzählt, die zu Reibung einlädt oder Identifikation. Dazu sind die Figuren zu sehr Typen statt Charaktere, ist ihr Reagieren oder auch Nicht-Reagieren auf die Veränderungen der Zeit – den Aufmarsch des Nazi-Wahns – zu grob und holzschnittartig skizziert. Mit dem heutigen Wissen ahnt man immer sehr schnell, was kommt. Zudem müssen die Schauspieler zu viele Sätze aufsagen, die nur dazu dienen, Zeitkolorit zu transportieren, etwa "Man schätzt die Landschaften, wenn die Zeiten stürmisch sind." Das klingt oft arg papieren. Wie auch die dicken Verweise auf unsere Gegenwart, wenn da etwa Sätze fallen wie "Das wird man schon noch sagen dürfen."

Die Schauspielerinnen und Schauspieler mühen sich. Doch man spürt diese Mühe allenthalben. Das vergällt einem den sich bei einer Kürze von nicht mal zwei pausenlosen Stunden arg hinziehenden Abend. Zum Schluss wird’s richtig arg, wenn das Stück mit einer sehr simplen Bilderklärung nach dem Motto "Was will uns die Künstlerin sagen?" endet: "Ein Bild der Zeit. Das sind wir, wie wir waren, was wir sind." Das Bild selbst erzählt mehr, viel mehr.  '' schreibt Peter Claus auf kulturradio.de
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