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Armin Petras verbindet den Roman von Hans Fallada mit dem Wirken oppositioneller Leipziger Jugendcliquen in der Nazizeit
  · 30.01.19
''Den zur totalen Kenntlichkeit karikierten SS- und SA-Bonzen (Andreas Keller, Michael Pempelforth) sowie ihren Mittläufer und Denunzianten stehen immer auch die beiden Aufrechten im Geiste und Mensch gebliebenen Figuren gegenüber. Wie etwa der einfach gestrickte Loser Enno Kluge (Markus Lerch), der mit viel Sinn für Klamotte einen herrlichen Klappbett-Slapstick mit der Zooladenbesitzerin Zooi (Bettina Schmidt) hinlegt. Später gerät er in die Fänge der Gestapo, die mit Felix Axel Preißler als Oberkommissar Escherich, Annett Sawallisch als Jungkommissarin Luisa von Ganten und Dirk Lange als Kriminalpolizeianwärter Lutz ein absurdes Dreigestirn der unglücklich ermittelnden, aber dennoch nicht ungefährlichen Trenchcoatträger bilden. 

Armin Petras hat den Fallada-Stoff samt Personal stark eingekürzt, einige im Ensemble sind wechselnd in mehreren Rollen zu sehen. Eine insgesamt sehr überzeugende Ensembleleistung, bei der über die gut drei Stunden kaum Langeweile aufkommt. Den Bezug zu heutigen deutsch-nationalen Organisationen liefert am Ende nochmal der eingespielte Ton des Obergruppenführers Heitler (Andreas Keller), der mit völkischen Parolen der liberalen Gesellschaft mit ihrer Demokratie den Kampf ansagt. Das Wirken und weitere Schicksal der Leipziger Meuten, für die sich Armin Petras dann scheinbar doch nicht ganz so sehr interessiert hat, wird zwar auch noch kurz gestreift, kommt im stetigen Gewusel auf der Bühne aber vielleicht doch etwas zu kurz.'' schreibt Stefan Bock am 31. Januar 2019 auf KULTURA-EXTRA
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