3.8/5
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Müd'
  · 03.04.17
''Kinderchor und Chor der Komischen Oper Berlin sowie das Vocalconsort Berlin: sie singen, dass es eine Freude ist ihnen beim Singen zuzuhören! Nun ist das Mussorgski-Opus ein Torso und muss/müsste daher musikalisch angereichert werden, dass es letzten Endes spielbar wäre; also haben Kosky und "sein" Dirigent Henrik Nánási vier diverse "Fremdstücke" des Komponisten (Hebräisches Lied sowie "Trepak", "Wiegenlied" und "Der Feldherr" aus Lieder und Tänze des Todes) in den zweistündigen Spielverlauf hineingeflochten: DAS hat freilich dann dem fressorgiastisch-alkoholisierten Fluss des Ganzen am Beträchtlichsten geschadet; jedesmal, wenn es zu diesen Einschübsen dann kommt, wirkt es als eklatante Spaß- oder Geschwindigkeitenbremse, hebelt also diesen Grundtumult der Oper unpassender Weise aus - - es führt zudem zu anfallartiger Ermüdung; eine reinweg physische Attacke gegen meine eigentlich doch immer aufnahmebereite helle Stirn. 

Das Bühnenbild von Katrin Lea Tag ist diesmal von schier unbegreiflich einfallsloser Größenordnung: eine in die Breite gezogene Ess-Tafel, die sich im "nackten" Großraum, bei Bedarf, vor-/rückbewegt; mehr nicht. Olga Casprug hat, bei den eingeflocht'nen "Fremdstücken", auf der Bandura musiziert. Zwei Buhs für Kosky am Premierenabend - nein, zählt wahrlich nicht zu seinen besten Inszenierungen. '' schreibt Andre Sokolowski am 3. April 2017 auf KULTURA-EXTRA
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