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Leberwurst
  · 19.02.16
''Die Lust am Leben und Feiern ist Podsekalnikow am Ende wichtiger als in einem Anflug von Größenwahn die Mächtigen, die ihn scheinbar vergessen haben herauszufordern. Marx und Massen gefallen ihm nicht. Doch der Anruf im Kreml bleibt folgenlos. An Podsekalnikows Bahre schneit es Ewigkeit. „Alle Errungenschaften, Weltbrände, Eroberungen, alles das, behaltet es für euch. Aber mir, Genossen, mir gebt nur ein ruhiges Leben und ein ausreichendes Gehalt.“ sagt er schließlich, aus dem Rausch erwacht. Tsivanoglou gibt genussvoll den Underdog als Hans Wurst mit einem lachenden und weinenden Auge. Es wird sich ein anderer in seinem Namen erschießen. Märtyrer sterben nie aus. 
Das wirkt durchaus schmissig, aber auch etwas drollig und viel zu harmlos. Es fehlt der echte Irrwitz, wenn da nicht noch im rechten Moment Carmen-Maja Antoni aus der Rangloge den Brief Michail Bulgakows an Stalin verlesen würde, in dem der Autor des ebenfalls nicht ganz systemkonformen Romans Der Meister und Margarita für den verbannten Kollegen Erdman bitten würde. Ein aktueller Bekennerbrief als Antwort aus der anderen Loge wäre auch nicht verkehrt gewesen.'' schreibt Stefan Bock am 19. Februar 2016 auf KULTURA-EXTRA
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