Kritik zuRock Of Ages
3.5/5
Bewertungen: 4
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1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Viel Sex & drugs & Rock ’n’ Roll
  · 06.12.18
Wer die 80er Jahre mal wieder erleben möchte, kann dies noch bis zum 9. Dezember im Admiralspalast tun, dort ist derzeit das englischsprachige Musical Rock of Ages aus der Feder von Chris D´Arienzo mit seiner Deutschlandpremiere zu Gast. Die in Kalifornien angesiedelt ist, alles beginnt auf dem legendären Sunset-Strip, im Bourbon-Room-Club, das Bühnenbild macht es nicht schwer, sich dort schnell einzufinden. 
Allüberall Party also, daneben wird eine Liebesgeschichte erzählt, vom Landei Sherrie, die es nach Hollywood schaffen will und dem Möchtegern-Musiker Drew, der ebenfalls berühmt werden möchte. Die beiden müssen selbstverständlich durch einige Wirren gehen, bevor sie sich am Ende bekommen. Neben Relikten der 80er wie Cassetten und Schulterpolster werden live viele Hits aus dieser Zeit gespielt, die Szenerien wechseln, auch die politische Situation rund um Ronald Reagan und alternative Protestbewegungen werden thematisiert, wollen deutsche Stadtplaner der Party zugunsten eines weiteren Einkaufszentrums doch ein Ende bereiten. 
Alles wird mit einer guten Portion Ironie auf die Bühne gebracht, Anhänger der #MeToo-Debatte dürften allerdings irritiert sein, zeigt die Inszenierung doch übermäßig viele angedeutete Sexszenen, ist alles sehr sexistisch aufgemacht und dies beileibe nicht zugunsten der Frauen. Dies hat nichts mit Prüderie zu tun, weniger wäre einfach mehr gewesen. Überhaupt wirkt das Musical streckenweise überladen und unruhig, auch wenn es auch andere Momente gibt. Wenn zum Beispiel Sherrie und Drew bei Waitung for a girl like you auf einem Motorrad sitzend nebst Palme dem Sonnenuntergang entgegenzuckeln, ist dies witzig und sehenswert. Und auch das Ensemble überzeugt voll und ganz, tänzerisch und stimmlich haben die Darsteller viel zu bieten, eine große Bühnenpräsenz. Allen voran Stacee Jaxx, eine einzige Sexmachine und Energiebündel, er sucht durchgängig den Kontakt zum Publikum und findet ihn auch, der Funke springt über. Ein bisschen schade, dass die Lieder alle nur angespielt werden, mal länger mal kürzer, keiner der Songs wird jedoch im Ganzen gezeigt.
Die Broadwaypremiere wurde 2009 mit fünf Tony Awards nominiert und kam mit über 2000 Vorstellungen in die TOP 30 der Musicals mit der längsten Laufzeit am Broadway. Dem Berliner Publikum gefällt es auch, die Stimmung im Saal ist gut, am Ende gibt es Standing Ovations.
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