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Der russische Vampir aus Rumänien
  · 03.12.18
''Szenischer Höhepunkt ist der Auftritt Sebastian Röhrles als Zauberer, der aussieht und sich bewegt wie Nosferatu. Der stammt bekanntlich aus Transsilvanien. Bei Susanne Lietzow aber singt er Katjuscha und Kalinka und stammelt in russischer Sprache. Interessant: Niemand würde es heute wagen, einen Farbigen mit Bastrock auftreten oder auch nur von einem Weißen, einem alten weißen Mann gar, spielen zu lassen. Wenn es aber um Russen geht, dürfen die wüstesten Klischees aus der Zeit des Kalten Krieges bemüht werden. 

Nachdem sich die Kinder von 2018 fast eineinhalb Stunden für Könige, Grafen und Prinzessinnen erwärmen durften, wird in einem Aufwaschen das Ende der Leibeigenschaft, gleicher Lohn für Mann und Frau und weiteres Lobenswertes aus den vergangenen Jahrhunderten gefordert. Dem Anspruch an Progressivität ist Genüge getan. Der Kater kann seine Stiefel wieder ausziehen.'' schreibt Thomas Rothschild am 3. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
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