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Pfantasiegehemmte Episodenhaftigkeit
  · 15.11.18
''Zum Glück entwickeln die Rubatos schon immer, seit der Gründung der Compagnie 1985 ihre Stücke aus dem Raum, dem Körper, der Bewegung, suchen nach tänzerisch-bildhaften Ausdrucksformen für ihre Ideen und Themen – was sie von den heute jungen Tanzkünstlern und ihrer Fokussierung auf Konzept und Performance unterscheidet.
Diesmal jedoch scheinen das Thema, die Episodenhaftigkeit und Bildhaftigkeit und die Orientierung an Ikonen der Zeitgeschichte eher phantasiehemmend bei Tanz und Bewegung gewesen zu sein – ganz anders als in den meisten früheren Stücken mit ihrer oft ungeheuren Fülle an szenischen und tänzerischen Einfällen.

Hier sieht man zwar das Bemühen zu neuen Bewegungsformen, aber es bleibt bei vielen Kreis- und Reigentänzen, bei Stampf-Klatsch-Rhythmus-Märschen, bei folkloristischem Ringtanz und Kreiseln um sich selbst, bei Herum-Irrlichtern, bei Schwingen, Pendeln und Ausbalancieren – Gesten, Bewegungen und Tänze, die Hoffen, Sehnen, Vorwärtsdrängen und Verzweiflung ausdrücken – das ist überdeutlich, beliebig und zu wenig einfallsreich.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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