Kritik zuUsher
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Der Erbschleicher
  · 27.10.18
''Das im Alten Orchesterprobesaal uraufgeführte Werk wurde enttäuschend-unatmosphärisch von Philippe Quesne ausgestattet, inszeniert. Null Krimi-, null Horror-, null Schauerfeeling. Auf einer kuschelweichen Teppichauslegware stehen eine Ledercouch, zwei Ledersessel; vorn ein Schreibtisch mit drei mehr oder weniger dilletantisch zusammengebastelten Papphäusern; eine Seitentreppe führt hinauf zu einer Seitentür; zwei der (realen) Saalfenster werden in ungefährer Mitte des Stücks geöffnet, um zur allgemeinen Auffrischung Gewitterblitz und Regen zu zitieren - Letzteres sowie die Auswahl der auf sieben Fernsehbildschirmen älterer Bauart aufflimmernden Videos mit zusammenstürzenden Fassaden, einem brennenden Haus und/oder Fluchtbewegungen durch Wald & Wiese attestierte ihren Machern eine wenigstens noch etwaige Poe-Affinität. 

Von den vier Protagonisten jener wundersamen Poe-Erzählung ist die Arzt-Gestalt - die von Dominic Kraemer auf das Toll-Tückischste angelegt und ausgestaltet wurde - die für diese Kammeroper dechiffrierendste: Le Médecin lebt wohl schon immer und seit Ewigkeiten in dem Hause Usher, wo er angelegentlich, quasi als Gott in Weiß, die Strippen zieht und die Patientfiguren (die Geschwister Roderick & Madeline) vollkommen beherrscht; sein vordergründig Erbschleichendes wird sodurch geradezu perfekt entlarvt.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. Oktober 2018 auf KULTURA-EXTRA
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