Kritik zuDickicht
2.8/5
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Dickicht
  · 12.03.17
Leider werden diese Schauspielerinnen und Schauspieler in ein verkopftes Regie-Korsett hineingespresst: Im Hintergrund ein Stummfilm-Video mit stark überzeichneten Grimassen im Stil des Expressionsmus abgespult wird, vorne stehen die schwarzen Schatten der Schauspieler und sprechen den Text ein. Ob die Lippenbewegungen halbwegs synchron sind, ist an diesem Abend einerlei.
Das Publikum quält sich durch zähe zwei Stunden, die gefühlt viel länger dauern, wird wieder vom Eckkneipen-Qualm zugestunken, der in den Gorki-Inszenierungen zur traurigen Gewohnheit zu werden droht, und bekommt ganz am Ende immerhin noch einen interessanten Interpretationsansatz geboten. Baumgarten konzentriert sich auf rassistische Motive in dem Stück und überblendet den  Lynch-Mob, der gegen den Malaien Shrink wütet, mit SPIEGEL-TV-Aufnahmen der Ausschreitungen im August 1992 vor dem vietnamesischen Wohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Weiterlesen
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