4.5/5
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1 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Ein berührender Abend
  · 14.09.18
''Das Format eines solchen Doku-Theaters hat allerdings Grenzen. Selbstverständlich verfolgt Breece eine klare Botschaft: mehr Respekt und Mitgefühl für die Schwachen der Gesellschaft. Im Kern sehen wir einen sozialpolitischen Aufklärungsabend, der immer wieder ins allzu Pädagogische abgleitet – vor allem dann, wenn sich ein integrativer Chor im Publikum erhebt und, herzensgut gemeint, vom "Nicht wegschauen" singt.

Die Laien auf der Bühne bleiben dagegen auf ihre Rolle festgelegt – die des Opfers der Gesellschaft. Da hätte es sicher noch mehr menschliche Facetten auszuloten gegeben, doch Breece wählt den thematischen Zugang, möchte das Thema weit aufgefächert diskutieren, keine Einzelschicksale zu sehr ins Zentrum rücken. Ein berührender, faktenreicher Abend ist ihr dabei durchaus gelungen. Unheimlich, so deutlich vor Augen geführt zu bekommen, wie schmal der Grat zwischen den sogenannten Gewinnern und Verlierern im reichen Deutschland ist. Und nicht nur dort.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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