4.7/5
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
klassisch-elegant
  · 13.09.18
Zentrales Thema des knapp zweistündigen Abends ist der Gegensatz zwischen Chaos und Ordnung. Im Gleichschritt beginnt der Abend. Die Tänzer*innen schreiten frontal auf das Publikum zu, mit erhobenem Haupt, durchgestrecktem Rücken. Die Wiederholung erinnert an freudlosen, preußischen Drill.

Nach und nach treten im Verlauf der sechs Konzerte, die von einem Nummern-Boy angekündigt werden, die Solist*innen stärker in den Vordergrund. Unterschiedliche Rhythmen und Bewegungen treffen aufeinander, der „Gleichschritt-Marsch“-Stil wird ironisch gebrochen.

Momente großer Klarheit und wild durcheinanderwirbelnder Körper (vor allem zum Fünften Brandenburgischen Konzert, das als Publikumsliebling natürlich das meistbeklatschte Highlight des Konzert/Tanz-Abends war) wechseln sich ab.

Langanhaltenden Applaus vor vollem Haus ernteten die sechzehn Tänzer*innen aus drei Generationen der „Rosas“-Compagnie, die Choreographin Anne Teresa de Keersmaeker, die Violinistin Amandine Beyer und das B´Rock Orchester aus Gent nach der Uraufführung zum Auftakt dieser Übergangs-Spielzeit an der Volksbühne.

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