Kritik zuMamma Mia!
4.7/5
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Mamma Mia! - München im Abba Fieber
  · 17.08.18
Am 16. August 2018 feierte das Abba Musical „Mamma Mia!“ seine Premiere im Deutschen Theater in München. 

Die Liebeskomödie mit Musik von Björn Ulvaeus und Benny Andersson sowie deutschen Texten von Michael Kunze drehte sich rund um die 20-jährige Sophie (Katharina Gorgi) und ihre Mutter Donna (Sabine Mayer) und die Frage, wer nun wirklich Sophies Vater ist. Denn es gab gleich dreierlei Möglichkeiten, wie Sophie durch das Tagebuch ihrer Mutter erfahren hatte. Zu ihrer eigenen Hochzeit will Sophie nun endlich das Rätsel lösen und lädt alle potentiellen Herren heimlich - ohne das Wissen ihrer Mutter - ein. Chaos ist natürlich vorprogrammiert. 

Im Zentrum der Drehbühne stand das griechische, weiße Steingebäude, das das kleine Hotel von Donna beherbergte und je nach Szene von außen oder innen gezeigt wurde. Obwohl es keine großen Änderungen während des Stückes gab, wurde es nie langweilig. Die Requisiten, Kostüme, Beleuchtung und die interessanten Charaktere gaben jeder Szene ihre ganz eigene Atmosphäre. Vom Hotelinnenhof über Hotelzimmer, den Strand und die Disko verfolgte der Zuschauer die amüsante Geschichte bis zum Happy End. 
Zugegeben, die Geschichte ist vorhersehbar, die witzigen Schlagabtäusche zwischen den Charakteren und die bekannten Hits von der schwedischen Gruppe Abba geben dem Stück jedoch trotzdem Wiederholungstäter-Potential. 

Das Vätertrio bestand aus drei völlig unterschiedlichen Charakteren (Karim Khawatmi, Detlef Leistenschneider, Jörg Zuch), die mehr oder weniger gut mit der alleinerziehenden Donna der Gegenwart zurechtkamen. Zusammen sangen sie harmonische Duette, die dem Zuschauer einen Einblick in die bewegte Vergangenheit der damaligen Liebespaare gaben. 

Besonders stach auch Donnas alte Busenfreundin Tanja (Betty Vermeulen) mit ihrer schrillen, aber dennoch sympathischen, selbstbewussten Schickimicki-Art hervor. Laut stöckelte sie in ihren Designerklamotten durch das Hotel, verdrehte allen Jungs den Kopf und freute sich des Lebens, in dem sie schon das Geld einiger ihrer reichen Exehemänner durchgebracht hatte. Sie hatte einige Lacher auf ihrer Seite und spielte die Rolle absolut überzeugend, konnte sie sie doch bereits über einige Jahre perfektionieren. 

Die Musik letztendlich riss auch den letzten Zuschauer in der hintersten Reihe mit. Beschwingt klatschten die Zuschauer bereits im ersten Akt bei „Chiquitita“ mit, „Dancing Queen“ erhielt spontanen Szenenapplaus ebenso wie „Lay all your love on me“. Auch „Super trouper“ war eines der Highlights des Abends, wobei die Ensembleszenen generell besonders stark waren. 
Warum einige Worte der englischen Liedtexte beibehalten wurden, als Michael Kunze sich an die Liedtexte setzte, obwohl die Lieder komplett deutsch waren, erschließt sich nicht 100%ig: „Du bist die Dancing Queen“ und „Money, money, money. Sonst kann man nie…“ klingen doch ein wenig befremdlich. 

Nichts desto trotz bedachte das Premierenpublikum das Stück mit tosendem Applaus und Standing Ovations - und das zu recht - und ging schließlich beschwingt aus dem Theater nach Hause. Das Stück ist noch bis zum 7. Oktober 2018 im Deutschen Theater in München zu sehen. Nicht nur für Abba-Fans ein Muss. 

(Jasmin Gollwitzer)

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