Kritik zuJeff Koons
2.3/5
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Hektische Betriebsamkeit
  · 09.06.18
''Regisseurin Lilja Rupprecht, die nach einigen kleineren Regiearbeiten am Deutschen Theater zum ersten Mal an der Berliner Schaubühne inszeniert, lässt Rainald Goetz‘ handlungs- und rollenloses Stück von Damir Avdic, Iris Becher, Kay Bartholomäus Schulze und Lukas Turtur mehr performen als spielen. Nach Patrick Wengenrots Body-Painting-Aktionen bei Love Hurts in Tinder Times im letzten Jahr hier im Studio schmiert diesmal KB Schulze Farbe und Sprühsahne auf die Papierleinwand. Tinder gab es in den 1990ern noch nicht, da wurde noch echt im Techno-Klub gebaggert. Das übernehmen hier Iris Becher und Lukas Turtur als Adam und Eva des Stücks, in dem es heißt: „sie poppen/ sie ficken/ sie tun es/ sie machens...“. Ein „viel zu wenig viel zu viel“ im wahnhaften Rausch zwischen der Sehnsucht nach Harmonie und einem „Nie der Harmonie“. (...)

Die Bandbreite an Stilen und Stimmungen in Goetz‘ meanderndem Stücktext übersetzt Lilja Rupprecht in hektische Betriebsamkeit, in der die wenigen, melancholischen Ruhepunkte kaum Wirkung erzielen. Der Inszenierung geht bald die Puste aus. So richtig Neues ist der Regisseurin dann auch nicht eingefallen. Optisch macht das schon was her, wenn die vier in Fatsuits mit bandagierten Köpfen und großen Suhrkamp-Textbüchern auftreten oder in Abendgarderobe ein Tänzchen machen. Vieles wirkt da aber doch auch etwas abgegriffen. Die Parodie der Parodie nervt irgendwann mehr als das sie gewinnbringend und genussvoll Lebenslust und -frust des Künstlerdaseins auskosten würde.'' schreibt Stefan Bock am 9. Juni 2018 auf KULTURA-EXTRA
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