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Launiges Metatheater
  · 24.04.18
Der zweite Teil des Abends gerät zur großen kannibalischen Leichenfledderei, nachdem alle Spielerinnen und Spieler brav gestorben sind und sich als Zombies an Shakespeares Gruft versammeln. Inspririert von Michel de Montaignes „Über die Menschenfresser“ (1580) machen sie sich über Shakespeares Leiche her und spielen sich gegenseitig die Meta-Theater-Bälle zu: Was soll eigentlich dieses ganze klassische Einfühlungstheater? Was haben uns Shakespeares Stücke überhaupt noch zu sagen?

Nach und nach stecken alle fünf ihren Kopf in den Sand, der am Rand des Planschbeckens aufgetürmt wurde, dessen Inhalt auch bis in die erste, mit Regencapes bewaffnete Reihe spritzte. Der launige Metatheater-Abend der irischen Gruppe, die in den vergangenen Jahren bereits zu drei Gastspielen beim FIND-Festival eingeladen wurde, entlockte dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble ein Schmunzeln, hatte aber auch sichtlich damit zu kämpfen, dass ihm über die Strecke von 105 Minuten sichtlich die Ideen und die Luft ausging.

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