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Stück mit Riesenbaby
  · 11.04.18
''Unsereiner (= Publikum) durchmisst drei Räume des sog. Salons vom Ballhaus Ost. Diese sind bunt und lustig zugemüllt mit Diesem und mit Jenem (Ausstattung: Tatjana Reeh); ja und am auffälligsten noch ein großes Proletarier-Wandgemälde, das an sozialistischen Realismus hätte gemahnen können; also sowas in der Art gab's früher im fünfjährigen Abstand bei den Kunstausstellungen der DDR zu sehen - kann ich mich noch gut daran erinnern. Vor diesem Prospekt eine improvisierte Tafel; diese in der Art eines christlichen Abendmahles - und die wird dann okkupiert von Gina May Walter (Sopran), Evdoxia Filippou (Schlagzeug), Shin-Joo Morgantini (Flöte), David Eggert (Violoncello) und Georg Bochow (Altist), also den fünf agierenden Musikerinnen und Musikern des dramaturgisch-wirrlings zusammengestoppelten Events. Auf dass die essen imitieren oder so... 

Sowieso wird anderthalb Stunden lang reichlich Neue Musik von Kaul, Walshe, Hülcker, Lucier, Lachenmann, Steen-Andersen, Schnebel, Aperghis, Morales, Muntendorf, Bauckholt, Ablinger und Einbond performt; zumeist in Klein(st)besetzungen. Sehr, sehr gekonnt und hochprofessionell. 

Zum Schluss gelangen wir zu einem Gitterbett mit einem Riesenbaby drin. Und zwischen ihm und den fünf MusikerInnen wird Sonic Postcards (?) aufgeführt; kann aber auch sein, dass es ein anderes Stück aus der mitgereichten Werke-Aufzählung war; niemand weiß das so genau. 

Hab sowieso rein nix verstanden außer dass es stellenweise ganz, ganz lustig war.'' schreibt Andre Sokolowski am 11. April 2018 auf KULTURA-EXTRA
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