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Ungewöhnlich couragierte Performerin
  · 09.04.18
''Welcher Kontrast zur letztjährigen Festival-Eröffnung! Auch damals war eine Inszenierung von Angélica Liddell gezeigt worden – ein schrecklich pseudo-provokanter Abend mit viel Gebrüll und wenig Drive, bei dem die Spanierin nur als Autorin und Regisseurin fungiert und dafür die Schaubühnen-Schauspieler in Szene gesetzt hatte. Hier nun steht sie, was für ein Gewinn!, wieder selbst auf der Bühne. Eine sich wie wahnsinnig verausgabende, ungewöhnlich couragierte Performerin und große Sprechakrobatin. Die jungen, internationalen Zuschauer dankten es zwischendurch mit Szenenapplaus.

Liddell widersetzt sich dem kunstbetrieblichen Mainstream und aller neuer, gängiger Theater-Orthodoxie, wenn sie sich am Ende darüber lustig macht, heute müsse alles "politisch, politisch, politisch" sein. Dabei sei doch die Liebe das wichtigste, das Anrennen gegen die Gleichgültigkeit. Damit ist sie alles andere als en vogue – der Mut zu diesem unmodernen Statement kann einem durchaus imponieren.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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