Kritik zuLa Traviata
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Zum Sterben schön
  · 02.04.18
''Giuseppe Verdis Oper von 1853 beruht auf Alexandre Dumas Roman Die Kameliendame (1848), dem wiederum das reale Schicksal der Marie Duplessis (1824-1847) als Vorlage diente. Im Mittelpunkt von La Traviata (Italienisch für „Die vom Wege abgekommene“) steht die Kurtisane Violetta Valéry, die von einer todbringenden Krankheit gezeichnet ist. Alfredo Germont lernt sie auf einem ihrer eleganten Feste kennen und entwickelt aufrichtige Gefühle für sie. Auch die kapriziöse Gastgeberin bewahrt nur kurzzeitig ihre Contenance. Bald erkennt sie in Alfredo einen Günstling, von dem sie selbst nur noch schwer ablassen kann. Sie zieht zu ihm aufs Land. Doch hier besucht Alfredos Vater Giorgio sie. Er möchte die Ehre seiner Familie retten und drängt Violetta Alfredo zu verlassen. Violetta schreibt Alfredo mit gebrochenem Herzen einen Abschiedsbrief. 

Die russische Sopranistin Olesya Golovneva bezwingt und erweicht als sanfte, grazile und leidensfähige Violetta. Ihr geschmeidig fließender, ausdrucksstark schillernder und auch in den Höhen klangfarbenreicher Gesang sorgt für wohliges Gänsehaut-Feeling. An ihrer Seite behauptet sich der weißrussische Tenor Pavel Valuzhin als Alfredo mit zärtlichem Ausdruck und feinnuanciertem Verve. Ein wahrer Publikumsliebling ist auch der griechische Bariton Giorgos Kanaris in der Rolle des Vaters Giorgio Germont, der unnachgiebig fordernd forsche Akzente setzt und stimmgewaltig forciert für Dynamik sorgt. Die bekannten Arien und Duette aus Verdis vielleicht schönster Oper werden glanzvoll und meist wahrhaft formvollendet mit perlendem Nachdruck dargeboten.'' schreibt Ansgar Skoda am 2. April 2018auf KULTURA-EXTRA
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