4.0/5
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Spritzige, gesellschaftskritische Komödie
  · 29.03.18
''Jean-Claude Berutti bringt dieses Stück gelungen auf die Bühne der Hamburger Kammerspiele und versteht es, die gesellschaftskritische Ebenen so umzusetzen, dass sie sich von ihren spezifisch französischem Kontext ablösen lassen, ohne dass dieser ursprüngliche kulturelle Rahmen verlorengeht. 

Das Bühnenbild ist wenig aufregend oder außergewöhnlich; es passt jedoch ästhetisch zu dem sozialen Milieu des Stücks und lässt diesem Raum, für sich selbst zu sprechen. 

Die schauspielerische Leistung der fünf Darsteller überzeugt durch die Reihe – auch wenn Wanda Perdelwith, Ole Schloßhauer und Ruth Marie Kröger etwa bis zur Hälfte der Premiere brauchten, um zu ihrer Form zu gelangen. Stefan Jürgens überzeugt als Noël, der nicht klischeehaft gerät, sondern – sehr realistisch – als ein Mensch aus der Mitte unserer Gesellschaft angelegt ist und so bestens funktioniert. Ohne Frage ist die größte Wonne jedoch, Volker Zack Michalowski als Jeff zu sehen. Die spezifische Magie, die er dieser Rolle verleiht, ist kaum in Worte zu fassen; in jedem Fall würde ein Besuch des Stücks schon allein lohnen, um sie zu erleben.'' schreibt Ann-Kristin Iwersen am 22. März 2018 auf KULTURA-EXTRA
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