3.0/5
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Leicht konsumierbar
  · 26.03.18
''Auf der Bühne dreht sich ein bunter Würfel, der sich zu unterschiedlichen Seiten öffnet und so einzelne Zimmer freilegt: Margies karge Küche, Mikes schneeweiße Praxis, später Mikes biederes Wohnzimmer mit spießigem Kronleuchter. In den Umbaupausen spielen Margie und ihre Freundinnen "Bingo" an der Rampe, dazu klingt die typische seichte Lottoziehungs- oder Fahrstuhlmusik. Schon das setzt den Ton für einen leicht konsumierbaren Abend.     

Andrea Thelemann muss sich in die schnellen, pointierten Klipp-Klapp-Dialoge erst einfinden, die durchaus nicht einfach zu spielen sind. Das gelingt ihr über den knapp zweistündigen Abend aber immer besser. Sie gibt Margie als schmerzfreie Frau, taff und aufdringlich, die kaum noch etwas aufregt. Zugleich ist sie grundanständig. Jon-Kaare Koppes Mike ist dagegen ein nicht unsympathischer Narzisst. Die Abgründe ihrer Figuren, deren Verzweiflung und Tiefpunkte erforschen die beiden aber kaum. Am Ende wippen die Ladys an der Rampe wieder zur Bingo-Musik: Irgendwie wird's schon weitergehen. Dass der Abend trotzdem durchaus berühren kann, hängt maßgeblich mit der gut geölten Vorlage zusammen.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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