Kritik zuBlaubart
2.3/5
Bewertungen: 6
Rezensionen: 3
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Solistisch eine runde Sache
  · 26.03.18
''Trotz manch streitbarer neuer Note war das jedoch musikalisch ein sehr runder Abend, vor allem dank der Titelpartie, gesungen vom Tenor Wolfgang Albinger-Sperrhacke, der nicht nur ein wunderbar widerlicher Schurke war, sondern stimmlich fulminant zwischen großer Opern-Koloratur und federleichtem Couplet-Ton wechseln konnte. Eine optisches wie akustisches Vergnügen ersten Ranges war die Hamburgerin Sarah Ferede in der weiblichen Hauptrolle der Boulotte, eine kleine Carmen, der es mitunter etwas an Durchschlagskraft in der Stimme mangelte, aber was zu hören war, erschien mit sehr genußreich und gut phrasiert. Überhaupt, solange sie sangen, waren alle Solisten wie etwa Tom Erik Lie als Popolani und Christiane Oertel als Königin absolut souverän, in den Dialogen eher chargierend, aber mag auch an den sauschlechten Texten gelegen haben. Selbst eine Christiane Oertel kann unter diesen Bedingungen Talmi nicht zu Gold machen, nicht mal in einer Märchenoperette.

Glücklicherweise wurde alles prächtig zusammengehalten vom operettenerfahrenen Dirigenten Stefan Soltész am Pult. Er hat, wofür ich sehr dankbar bin, trotz der ungehobelten Texte die Eleganz des Werks dann doch über weite Strecken aus dem Orchestergraben heraus retten können.'' schreibt Matthias Käther auf kulturradio.de
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