Kritik zuSalome
2.6/5
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Wenn alte Männer streiten
  · 05.03.18
''Ich kann mich nicht entsinnen, jemals je eine so derart unsinnlich-sterile Salome-Betrachtungsweise vorgesetzt sprich zugemutet bekommen zu haben! Im stupiden Schwarz-Weiß-Grau verlief der langweilige Abend und vermeinte durch ein läppisch-zwischenruferisches "Wilde is coming" hochbesonders intellektuell bzw. dramaturgisch weiterführend also aufgelockert gewesen zu sein - worauf wir, rein gedanklich, hingelenkt sein sollten, war, dass Salome sowie Jochanaan als Marionetten des sie ausgedacht habenden Dichters Oscar (den hier Christian Natter still und leise aber immerhin mit zwei sehr auffälligen Weißhoden zu mimen hatte) hirnhaft existierten; selbst der sogenannte Tanz der sieben Schleier wurde dererlei verkopft, und apropos: Kurz nach der Auserwählten-Köpfung rollte justament eine Palette mit sage und schreibe 42 abgetrennten Gips-Köpfen heran - was das nun wiederum bedeuten sollte? 

Regisseur Hans Neuenfels (76) und Dirigent Christoph von Dohnányi (88) hatten "künstlerisch" - bei Salome - einen Dissens und kamen sodurch "unversöhnlich" auseinander. Was konkret den Alte-Männer-Streit verursacht haben könnte , wird man als rezipierendes und also völlig unbeteiligtes Partikel nie denn zu erfahren kriegen - ist uns auch, um ehrlich sein zu wollen, piepegal. Die SängerInnen sangen so und so ganz gut, die Staatskapelle Berlin klang wie nicht anders zu erwarten wunderbar, und der Premierenretter Thomas Guggeis (24) dirigierte unter rampenlichtiger Beobachtung und heimste (vollkommen zurecht) den größten Beifall dieses eigentlichen Pleiteabends ein.'' schreibt Andre Sokolowski am 5. März 2018 auf KULTURA-EXTRA
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