Kritik zuCommon Ground
4.0/5
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Zwischen berührenden Momenten, Pop-Kultur-Rückblick und Pausenclown
  · 08.11.14
Hitzig wird es auf der Bühne, als sich die Schauspieler auf ihrer gemeinsamen Recherche-Reise ins drei Jahre eingekesselte und wieder aufgebaute Sarajevo und ins Lager Omarska in ein Wortgefecht hineinsteigern: Warum wurden vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag fast nur serbische Kriegsverbrecher angeklagt? Warum wurde dagegen Franjo Tudjman als kroatischer Staatspräsident international respektiert, fragt ein Schauspieler?
In diesen Kernpassagen des Abends bietet der Abend reichlich Stoff zum Nachdenken, die Schauspieler treiben sich in den gut arrangierten Dialogen zu beeindruckenden Leistungen. Dies wäre noch wirkungsvoller gewesen, wenn Yael Ronen und ihr Ensemble auf peinliche Mätzchen verzichtet hätten. Tiefpunkt ist ein weiterer Auftritt von Niels Bormann, der darüber spekuliert, ob die Kriegsgefangenen gar nicht bei den Massakern getötet, sondern von Außerirdischen entführt worden seien. Damals – Mitte der 90er – habe es ja auch die Serie Akte X auf Pro 7 gegeben, untermauert der seine Thesen. Weiterlesen
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