3.4/5
Bewertungen: 10
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Barenboims dritter Tristan unter´n Linden
  · 16.02.18
''Beim Tristan - wo es auch, was Wagner höchstpersönlich anbelangt, um (s)eine sexuale Abarbeitung von Mathilde Wesendonck, also der Dame zwischen Minna Planer sowie Cosima von Bülow, interaktional gegangen war - vermag der "Kenner" schon so ein gewisses Maß erotischer Verlautbarung zu implizieren; jene kommt natürlich und ganz selbstverständlich durch das Traumpaar Staatskapelle/Barenboim klanglich zum Tragen. Beim Tcherniakov allerdings gibt's sowas nicht; Isolde (Anja Kampe) wirkt wie Tristans Putzfrau, beispielsweise. Auch mit all diesen mehr oder weniger versteckten Queer-Beziehungen von König Marke (Stephen Milling), Kurwenal (Boaz Daniel), Melot (Stephan Rügamer) und Brangäne (Ekaterina Gubanova) zu T. & I. kann oder will er überhaupt nichts anfangen... 

Das einzige Geniestreichmäßige der insgesamt dann sterbenslangweiligen Aufführung: Kurz nachdem T. & I. den Liebestrank vereinleiben, verfallen sie in einen Lachkrampf - und das will uns sagen, dass sie ihre physiologische Verwandlung vollbewusstseinslustig aus- und nachzuleben sich imstande sehen oder so... Doch dieser hochgeniale Kurzeinfall hat in den beiden Folgeakten keine konzeptionellen Konsequenzen mehr; wie schade aber auch. 

Andreas Schager und sein phänomenal gesungener Tristan: zum Abknien!!'' schreibt Andre Sokolowski am 15. Februar 2018 auf KULTURA-EXTRA
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