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Derbe Komik, die Fortschreibung kommt zu kurz
  · 03.02.18
Alfred Jarry hätte an dieser Leipziger „König Ubu/Ubus Prozess“-Inszenierung vermutlich seine helle Freude gehabt. Das Ensemble um Roman Kanonik (u.a. im Monbijou-Sommertheater geschult) als König Ubu und Julia Preuß als seine Frau brettert mit Vollgas in den Fäkalhumor und die derbe, schrille Komik, mit der Jarry 1896 sein Pubklikum schockte.

Im Rausch der Masken, des Slapsticks, der Tortenwürfe und Livemusik gehen leider die subtilen Zwischentöne verloren, die András Dömötör in seiner DT-Inszenierung besser herauskitzeln konnte, die inzwischen von der Box in die Kammerspiele gewandert ist.

Der Abend schleppt sich recht banal dahin, bis Hausregisseurin Claudia Bauer bei der „Ubus Prozess“-Fortschreibung des britischen Dramatikers Simon Stephens (2012) ankommt.
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