Kritik zuCascade
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Camouflage-Techniken, um Neues und Anderes zu ermöglichen
  · 10.01.18
''Emmilou Rössling geht es um ein Misstrauen gegenüber der herkömmlichen Wahrnehmung, hier durch Einschränkungen des Sehens und Hörens für die Zuschauer und ein Misstrauen gegenüber der üblichen Präsenz eines Performers, einer Performerin auf der Bühne, hier ist weder sie selbst noch ihr Körper erkennbar. Zudem beschäftigt sie sich schon seit ihrem Studium in Gießen und jetzt in ihren ersten Berliner Arbeiten mit Camouflage-Techniken, mit Verbergen, Verhüllen und Unkenntlichmachen, um Neues und Anderes zu ermöglichen. Der Körper ist Objekt für Experimente, nicht eindeutig definierbare Dinge verschwimmen in sich stetig verändernden Räumen.

Das ist in dieser "Cascade"- Choreographie phasenweise faszinierend. Die sich stetig verwandelnde Fell- und Pelzmasse zeigt sich in immer neuen Formen, Licht und Geräusche sind verwirrend, da sie selten zum Bühnengeschehen passen – eine Performance als Gegenmodell zur gängigen Reizüberflutung, was allerdings auch bedeutet, dass sie nicht über die ganzen 90 Minuten Dauer die Aufmerksamkeit fesseln kann.'' schreibt Frank Schmid auf kulturradio.de
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