2.5/5
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Schmaler Inhalt
  · 15.12.17
''Eine sympathische, aber auch naive Annäherung, die aus dem so existenziellen, leidvollen, tiefgreifenden Thema einen seichten und halbgaren, zerfaserten Abend werden lässt.

Wenn Constanze Becker den Glauben an Jesus, den die Tänzer zu Beginn mit Weihnachtsliedern und einem Krippenspiel parodieren, am Ende in einem langen Hassmonolog verunglimpft, dann wirkt der Text eher pubertär als prägnant.

Der schmale Inhalt wäre vielleicht noch hinnehmbar, wenn die Bühnenwelt ein ästhetisches, atmosphärisches Gesamtkunstwerk wie in früheren Arbeiten Mondtags darstellen würde. Doch die grüne Spielfläche zwischen Haus und Waldrand, auf der mal getrippelt, mal getanzt, mal angeklagt mal parodiert wird, ist als Bild nicht stark genug. Das Schauermärchen vom Tod bleibt zu harmlos um frösteln zu machen, der Text vom Sterben zu banal um zu berühren und die Erkenntnisse vom Altwerden zu dürftig um zu erschüttern. Das hat ihm bei der Premiere denn auch einige Buh-Rufe und kein Bravo eingebracht.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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