Kritik zuHeisenberg
4.3/5
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Nicht spürbar
  · 27.11.17
''Susanna Simon und Walter Kreye gelingt es nicht ganz. Stephens' Experiment wird ja erst dann interessant, wenn sich die gegensätzlichen Elemente auf der Bühne aneinander entzünden, wenn sie Funken schlagen. Es muss etwas miteinander in Gang kommen. Bei Simon und Kreye ist die Anziehung nicht zu spüren. Wenn sie miteinander im Bett liegen, in diesem Fall ist das ein steriler weißer Quader, der auf der sonst leeren Bühne steht, knistert da so wenig wie zwischen Vater und Tochter. Und auch die Dialoge geraten zu einspurig. Die Angst vor dem Verlassenwerden, die ja auch in Georgie liegt, die Trauer über die Endlichkeit dieser Beziehung, erreicht einen kaum.

Die Kostüme, die die Figuren in oberflächliche Klischees kleiden, helfen da nicht gerade: Alex trägt hässliche Rentnerschuhe und eine opahafte, braun-wollene Schirmmütze, während Georgie mit buntem Leopardenlook, klimperndem Modeschmuck und billig glitzernder Handtasche von vorneherein als halbseiden und schräg denunziert wird. Nicht, dass der Abend nicht unterhaltsam und stellenweise gefühlvoll wäre – er bleibt jedoch zu flach. Und das Experiment verpufft.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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