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Melodram statt Existentialismus
  · 01.11.17
Die großen Themen, mit denen sich Sartre nicht nur in diesem Text von 1943 auseinandersetzte, sind die Freiheit, Einsamkeit und die radikale Verantwortung des Menschen für sein Handeln. In seinem Gedankenspiel gibt er zwei Menschen grundverschiedener sozialer Herkunft die Chance, nach dem Tod in ihr altes Leben zurückzukehren und alles besser zu machen. Den Traum vom gemeinsamen Glück vor Augen scheitern der linke Revolutionär und Antifaschist Pierre und die verwöhnte, reiche Gattin Eve in nur 24 Stunden völlig und landen sofort wieder im Jenseits.
Bei Jette Steckel wird daraus ein Melodram, vor allem Ole Lagerpusch trägt seinen Text (mal ist es Sartres Original, mal sind es Zitate anderer Autoren wie Milan Kundera) zu pathetisch und überbetont vor. Vom politischen und philosophischen Kern ist wenig zu spüren.
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