Kritik zuCaligula
2.8/5
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Caligulanerin mit Blockflöte
  · 22.09.17
''Erst hoffte ich als Noch-nicht-Kenner dieses nicht sehr oft gespielten Stücks des jungen Albert - und Camus ist halt, schon vom Talent her, besser noch Erzähler als Dramatiker - , dass ich womöglich etwas mehr und tiefschürfender in den Titelhelden dringen könnte als nach meiner zufälligen Konsumtion jenes verheerend-grauenhaften Blut-und-Sperma-Films von Tinto Brass, der in den 1990ern zur Wiederaufführung in einige Programmkinos gelangte. Aber außer dass der Titelheld sein totes Schwesterlein betrauerte, den Mond einfangen lassen wollte und eine Verschwörung gegen sich erwitterte und letztendlich nicht überlebte, kam nix weiter Sinnstiftendes bei mir an. 
Womöglich kann man es dann, so gesehen, auch dem jungen Regisseur Antú Romero Nunes nicht verübeln, dass ihm außer seiner mittels leichter Hand erzwungenen Distanz & Coolness nicht viel mehr gelang, um meine gähnkrampfigen Anwandlungen aufmunternder Weise zu ersticken - - wieso hattet ihr dann überhaupt zu diesem nullwertigen Text gegriffen, wo es doch dann immerhin die allererste von den drei Premieren der Eröffnungswoche war? Habe die Logik dieser Stückwahl nicht begriffen. 
Läppisch inszeniert.'' schreibt Andre Sokolowski am 22. September 2017 auf KULTURA-EXTRA
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