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Bewertung und Kritik zu

PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG 
von Christoph Nussbaumeder
Regie: Alexander Charim 
Premiere: 7. Oktober 2017
Hans Otto Theater Potsdam 
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Zum Inhalt: Der Prinz träumt – und das mitten im Krieg. Während das Heer von Brandenburg sich zur Entscheidungsschlacht gegen die Schweden rüstet, glaubt der Prinz sich umfangen von göttlicher Segnung. Sie verheißt ihm Sieg, Ruhm, die Liebe des Kurfürsten und die Hand der schönen Natalie. Prinz Friedrich entscheidet sich für den Traum. Er stürmt an der Spitze seines Regiments voran, pflügt durch die schwedischen Linien, schlägt den Feind zurück. Im Hochgefühl des Sieges spürt er es – sein Traum wird wahr. Auch Natalie fällt ihm zu. Nun wird sich alles weiter fügen. Aber sein eigenmächtiger Sturmangriff hat den Schlachtplan zerstört; der Feind ist nicht vernichtet, der Krieg geht weiter, und der Prinz hat den Befehl verweigert, darauf steht das Kriegsgericht. Statt des liebenden Blicks seines Fürsten empfangen den Prinzen Degradierung und die Gefängniszelle. Seine Freunde beginnen als erste zu kämpfen. Sie bitten für ihn beim Kurfürsten. Umsonst. Sie ziehen Kräfte zusammen und zeigen ihren Unmut. Umsonst. Eine Möglichkeit rückt näher: die Todesstrafe für den Prinzen. Aber ist der je aus seinem Traum erwacht? 

Mit Jon-Kaare Koppe, Andrea Thelemann, Nina Gummich, Arne Lenk, Christoph Hohmann, Moritz von Treuenfels, Michael Schrodt, Eddie Irle

Regie: Alexander Charim
Bühne: Ivan Bazak
Kostüme: Amit Epstein
Komposition: Michael Rauter, Andi Thoma
Dramaturgie: Ute Scharfenberg

Trailer „Prinz Friedrich von Homburg“ - Hans Otto Theater Potsdam


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3.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
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Eindimensional
  · 10.10.17
''Es kann durchaus reizvoll sein, wenn ein Regisseur seine zugespitzte Interpretation auf der Bühne umsetzt – im besten Fall kann sich ein Stück auf diese Weise einer anderen Zeit öffnen. Hier macht das Regie-Konzept vom freudianischen Traum das Stück und seine Figuren jedoch bloß eindimensional. Alles unterliegt der innerpsychischen Sicht des träumenden Prinzen.

Der Kurfürst, eigentlich eine vielschichtige, intellektuelle Respektsperson, ist nur grausamer Übervater, der Homburg am Ende abknallt. Natalie dagegen lediglich sexuelle Projektionsfläche. Und der Prinz selbst, gespielt vom jungen Moritz von Treuenfels, bleibt ein narzisstisches Kind, dessen Wandlung hin zur Verantwortung nicht nachvollziehbar wird.

Eine Diagnose unserer Zeit? Zwei Stunden lang allein auf die Traum-Weltsicht eines gefühlvollen, aber völlig egozentrischen Somnambulen zu schauen, wird nicht nur Kleist nicht gerecht, sondern für den Zuschauer auf Dauer uninteressant.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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