Bewertung und Kritik zu
FREMDE SONNE I: PROLOG / ZWISCHENSPIEL / DIE ARGONAUTEN – Deutsches Schauspielhaus Hamburg
von: Roland Schimmelpfennig
Premiere: 26. September 2026, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Künstlerisches Team
Regie:Karin Beier
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Wicke Naujoks
Musik: Jörg Gollasch
Video: Severin Renke
Licht: Annette ter Meulen
Choreographie: Valentí Rocamora i Torà
Dramaturgie: Sybille Meier
Über die Inszenierung
Mit „Prolog / Zwischenspiel / Die Argonauten“ widmet sich Roland Schimmelpfennig einem der großen europäischen Mythen und verbindet die Geschichte der Argonauten mit einer zeitgenössischen Perspektive auf Aufbruch, Gemeinschaft, Sehnsucht und Gefahr. Das antike Epos wird dabei nicht als historische Erzählung verstanden, sondern als lebendige Reflexion über Gegenwart und Zukunft.
Karin Beier entwickelt daraus eine bildstarke Inszenierung, die Sprache, Bewegung, Musik und visuelle Ebenen zu einem vielschichtigen Theaterabend verwebt. Die Arbeit setzt auf die poetische Kraft von Schimmelpfennigs Text und öffnet zugleich neue Räume für Assoziationen und kollektive Bilder.
Johannes Schütz gestaltet eine Bühne, die zwischen mythologischer Weite und abstrakten Räumen changiert. Wicke Naujoks’ Kostüme schaffen dabei eine Verbindung zwischen zeitloser Erzählung und gegenwärtiger Wahrnehmung.
Jörg Gollaschs Musik bildet eine atmosphärische Struktur, die die Reise der Argonauten klanglich begleitet. Die Videoarbeiten von Severin Renke und das Lichtdesign von Annette ter Meulen erweitern die Bühne um zusätzliche visuelle Dimensionen. Valentí Rocamora i Toràs Choreographie verleiht dem Abend körperliche Dynamik und rhythmische Präzision.
Sybille Meiers dramaturgische Arbeit verbindet die unterschiedlichen Ebenen von Mythos, Gegenwart und Erzählung zu einer klaren theatrale Struktur.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– zeitgenössische Auseinandersetzung mit einem antiken Mythos
– poetische Sprache von Roland Schimmelpfennig
– bildstarke Regie von Karin Beier
– präzise Verbindung von Musik, Video und Choreographie
– atmosphärische Bühnen- und Lichtgestaltung
„Prolog / Zwischenspiel / Die Argonauten“ verbindet mythologische Erzählung und Gegenwart zu einem vielschichtigen Theaterabend über Aufbruch, Gemeinschaft und die Suche nach neuen Horizonten.





