Bewertung und Kritik zu
DIE KUNST DES DEALS – Schauspielhaus Bochum
Premiere: 18. April 2026
Von: Wunderbaum und Ensemble
Dauer: 2 Stunden, keine Pause
Sparte: Schauspiel
Künstlerisches Team
Regie, Text: Walter Bart
Bühne und Lichtdesign: Maarten van Ottedijk
Kostüm: Bettina Kirmair
Musik: Moritz Bossmann, Kristina Koropecki
Choreographische Mitarbeit: Gaia Pellegrini
Dramaturgie, Text: Lucien Strauch
Ensemble
- Puk Brouwers
- Stacyian Jackson
- Lukas von der Lühe
- Veronika Nickl
- Abenaa Prempeh
- Mona Vojacek Koper
- Moritz Bossmann
- Kristina Koropecki
Über die Inszenierung
„Die Kunst des Deals“ ist ein kollektives Projekt von Wunderbaum und Ensemble, das sich mit Macht, Manipulation, Verhandlung und den Mechanismen sozialer und ökonomischer Beziehungen auseinandersetzt. Die Inszenierung untersucht, wie Deals entstehen, wie sie scheitern und welche Dynamiken sich zwischen Menschen entwickeln, wenn Interessen, Emotionen und Strategien aufeinandertreffen.
Walter Bart verbindet dokumentarische Elemente, performative Strategien und spielerische Überzeichnung zu einem Abend, der zwischen Ernsthaftigkeit und satirischer Zuspitzung pendelt. Die Bühne und das Lichtdesign von Maarten van Ottedijk schaffen einen wandelbaren Raum, der Verhandlungssituationen, Konfliktzonen und theatrale Überhöhungen gleichermaßen ermöglicht.
Die Musik von Moritz Bossmann und Kristina Koropecki setzt rhythmische Akzente und verstärkt die performative Energie des Abends. Bettina Kirmairs Kostüme unterstreichen die Vielschichtigkeit der Figuren und Situationen, während die choreographische Mitarbeit von Gaia Pellegrini körperliche Dynamiken sichtbar macht.
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- ein kollektiver, performativer Ansatz mit hoher Energie
- eine Mischung aus Satire, Ernsthaftigkeit und dokumentarischen Elementen
- ein Ensemble, das Rollen, Positionen und Strategien flexibel wechselt
- eine Bühne, die Verhandlungen, Machtspiele und Konflikte räumlich erfahrbar macht
- eine musikalische Ebene, die Rhythmus und Dynamik verstärkt
Die Produktion zeigt, wie alltägliche und politische Deals funktionieren – und wie Theater diese Mechanismen offenlegt, zuspitzt und hinterfragt.

