WIR EMPFEHLEN



Deutscher Herbst

Bewertung und Kritik zu

DEUTSCHER HERBST – Ruhrtriennale / Deutsches Theater Berlin

von: Christopher Rüping
Premiere: 17. September 2026, Jahrhunderthalle Bochum, Ruhrtriennale
Berlin-Premiere: 26. September 2026, Deutsches Theater Berlin

Eine Koproduktion von Ruhrtriennale und Deutsches Theater Berlin.

Künstlerisches Team

Regie:Christopher Rüping
Bühnenbild: Jonathan Mertz
Kostümbild: Lene Schwind
Videodesign: Emma Lou Herrmann
Licht Design: Robert Grauel
Dramaturgie: Bernd Isele

Besetzung

Mit: Svenja Liesau, Benjamin Lillie, Wiebke Mollenhauer, Steven Adjei Sowah, Komi Mizrajim Togbonou, Almut Zilcher

Live Musik

Live Musik: Christoph Hart, Rike Huy, Shih-Che Lee

Über die Inszenierung

„Deutscher Herbst“ ist eine vielschichtige, politisch aufgeladene Arbeit von Christopher Rüping, die historische Ereignisse, persönliche Perspektiven und kollektive Erinnerung miteinander verwebt. Die Inszenierung arbeitet mit dokumentarischen Elementen, performativen Brüchen und einer klaren, präzisen Figurenführung.

Jonathan Mertz’ Bühnenbild schafft einen wandelbaren Raum, der zwischen öffentlicher Debatte, privater Reflexion und medialer Überlagerung wechselt. Lene Schwinds Kostüme unterstützen die Übergänge zwischen historischen Bezügen und gegenwärtigen Identitäten.

Emma Lou Herrmanns Videodesign erweitert die Inszenierung um eine visuelle Ebene, die Archivmaterial, Live-Bilder und abstrakte Projektionen miteinander verbindet. Robert Grauels Lichtgestaltung moduliert die Atmosphäre zwischen dokumentarischer Klarheit und emotionaler Verdichtung.

Bernd Iseles Dramaturgie strukturiert die komplexen historischen und persönlichen Ebenen des Abends und schafft eine präzise Balance zwischen Analyse und emotionaler Wirkung.

Die Live-Musik von Christoph Hart, Rike Huy und Shih-Che Lee bildet eine akustische Schicht, die zwischen atmosphärischer Verdichtung und rhythmischer Struktur wechselt und die performativen Momente verstärkt.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– dokumentarisch-performative Hybridform
– präzise Figurenführung und starke Ensembleleistung
– kraftvolle Video- und Lichtdramaturgie
– musikalische Live-Ebene als atmosphärische Verstärkung
– zeitgenössische Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte

„Deutscher Herbst“ ist ein intensiver, analytischer und zugleich emotionaler Abend, der historische Komplexität mit heutiger Relevanz verbindet.

2 Bewertungen

3.5 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    0
  • 4 Stern(e)
    1
  • 3 Stern(e)
    1
  • 2 Stern(e)
    0
  • 1 Stern(e)
    0
Die Tante kam erst kurz vor Schluss
6 Tage her.
Kritik

''Rein zwischenmenschlich wurde es erst ab dem Punkt wirklich interessant, wo die lesbische Freundin der Vatertochter (gespielt vom bisherigen Blümchen Swenja Liesau) und die von Zilcher gespielte Vaterschwester, also die Tochtertante, aufeinandertrafen und sich diesbezüglich eine Trialog- und Dialogabfolge vom dichterisch Feinsten entwickelte, und das verlieh dem Rüping-Stück an sich - was meine persönliche Wahrnehmung betraf - eine versöhnliche Glaubwürdigkeit.

Auch spielten Benjamin Lillie (als Herold zu CDF-Zeiten und späterer Vaterpfleger), Steven Adjei Sowah (als Dauerrezitator Dagermanns) und Komi Mizrajim Togbonou (als CDF und ebenfalls späterer Vaterpfleger) mit.

Und nicht zu vergessen die drei genialen Musiker: Christoph Hart (am Feckhorn), Rike Huy (an der Trompete) sowie Shi-Che Lee (an der Posaune); das klang toll!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 8. Oktober 2026 auf KULTURA-EXTRA

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik
Begrabenes Theaterglück
9 Tage her.
Kritik

Ein starker Abend liegt hier begraben. Ein Abend, der Theatertreffen-würdig ist und Schauspielerin des Jahres-Flair verströmt.

Das Thema Demenz ohne Klischees mit so viel Fingerspitzengefühl zu bearbeiten, erfordert Meisterschaft. Regisseur Christopher Rüping und Wiebke Mollenhauer, mit der er seit Studientagen eng zusammenarbeiten, besitzen diese Klasse.

Die Szenen, in denen Mollenhauer mit dem Publikum als ihrem imaginärem, dementem Vater spricht, sind Theaterglück. Was wären das für tolle 100, vielleicht auch 120 Minuten zum Abschluss der Ruhrtriennale und zum Saisonauftakt des Deutschen Theaters Berlin geworden!

Doch leider ist das nur eine Wunschvorstellung. Dieser starke Abend ist begraben unter einem Wust konkurrierender Einfälle, die zu nichts führen als zu einem großen Berg an dramatugischem Material, das wild durcheinandergewürfelt und dem Publikum vor die Füße gekippt wird. Die Quittung: ein großer Teil des Publikums kommt nach der Pause nicht wieder.

Weiterlesen

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik

PDF-Datei: 29,95 € 23,95 €


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI


AUSWAHL

Weitere Formate auf Amazon & Play:
Taschenbuch / Kindle: 39,95 €
Google eBook: 29,95 €


Nach Zahlungseingang erhalten Sie die PDF-Datei innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.



WIR EMPFEHLEN