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DI-VI-SI-ON

Bewertung und Kritik zu

DI•VI•SI•ON 
von Katja Riemann und Paula Romy
Premiere:  7. Juli 2025  
Renaissance Theater, Berlin 

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Zum Inhalt: „Bleib mutig, Seraphina“ – ausgerechnet ein Priester hält ihr einen Zettel mit diesen Worten entgegen, als sie vor Gericht steht. Im Jahre 2045. Der Vorwurf: Wissenschaftlicher Terrorismus.
Ihre Erfindung, das Produkt Serafim, das den Frauen etwas Vergleichbares wie ewige Jugend verspricht, für Männer allerdings höchst schädliche Nebenwirkungen bereithält, spaltet die Gesellschaft.
Als Dämonin verschrien, weil sie ein Mittel gefunden hat, biologische Barrieren aufzulösen und Frauen die Lust auf das Leben zu erhalten, hinterfragt die Wissenschaftlerin die Allmacht der Gewohnheit.
Eine visionären Retterin der Menschheit oder eine blinde Rächerin, wie ihre Gegner behaupten? – Wer ist Seraphina wirklich? – Nun, sie wird es Ihnen sagen!

Mit Katja Riemann

Regie: Paula Romy
Bühne: Alice Wong
Kostüme: Tanja Forgo, Julius Forgo
Videokunst: Etritane Emini

2 Bewertungen

3.5 von 5 Sterne
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Katja Riemann als Seraphina
1 Tag her.
Kritik

''Das Stück der beiden Frauen hat viel, viel, viel Text, müsste demnach also als "textlastig" bezeichnet sein, aber die Mutter rasselt all den Wust (der sich gut anhört, wohl gemerkt) so derart professionell herunter, dass er bis zum Schluss des ziemlich langen Abends unhartleibig bleibt. Hatte dann allerdings damit zu tun, dass Riemann außer ihrer Textaufsagerei dann auch noch singt und tanzt, und keinen Augenblick (nicht einen!) macht sie schlapp oder baut ab, nein! nie!! Sie ist und bleibt ein Phänomen.

Im ersten Stückteil geht es um den Aufstieg und den Fall der Serafim-Entdeckerin. (Grandiosester der intermedialen Einschübe: Ein allzu neugieriger Mann verabreicht sich das Wundermittel, und obwohl auf dessem Beipackzettel stand, dass vom Gebrauch für Männer dringend abgeraten würde, und infolgedessen explodiert er in Millionen Fetzen, und paar blutbesudelte Passanten stehen draußen auf der Straße unter Schock; ein Brüller sondergleichen.)

Und im zweiten Teil wird's dann privat, d.h. die Seraphina dialogisiert per Telefon bzw. Videokonferenz mit ihrem Bruder als auch ihrer Tochter, und es geht dort um ihr trauriges, vereinsamendes Leben außerhalb ihrer Karriere und um Ethisches im Großen und im Ganzen, halt um menschlich Allzumenschliches.'' schreibt Andre Sokolowski am 6. Juli 2026 auf KULTURA-EXTRA

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Feministisches Infotainment
11 Monate her.
Kritik

Katja Riemann schlüpft in die Rolle einer Wissenschaftlerin, die ein Wundermittel gegen das Altern entwickelt hat. Die Frauen bleiben jugendlich schön, die Menopause fällt aus, Kinder kann man auch noch nach der Karriere bekommen. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, schwärmen Frauen in kurzen Video-Einspielern. Schlechter trifft es die Männer: die sterben bei einer Explosion, sobald sie das Wundermittel nehmen. Als Tagesschau-Sprecherin meldet sich Pegah Ferydoni immer wieder zu Wort, wenn ein neues Unglück z.B. auf dem Fasanenplatz passierte.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Paula Romy, die hier ihr Theater-Regiedebebüt gibt, hat Riemann an diesem Text gearbeitet. Manchmal sind die Info-Blöcke etwas trocken und lang geraten. Die Solo-Entertainerin fängt das dann immer wieder mit kleinen Tanz- oder Gesangseinlagen oder etwas feministischem Stand-up ein.

Insgesamt ist diese Saison-Abschluss-Produktion der gelungene Versuch, sehr verschiedene Publika anzusprechen: das ältere Charlottenburger Stammpublikum murmelt oder nickt an vielen Stellen zustimmend, freut sich über den Star auf der Bühne und mischt sich mit jüngeren Frauen, die die feministische Agenda des Abends anlockte.

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