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Die Ades Zabel Company: Drei Drachen vom Grill

Bewertung und Kritik zu

DREI DRACHEN VOM GRILL – BKA-Theater Berlin

Premiere: 3. Juli 2026
von: Ades Zabel Company

Künstlerisches Team

Regie: Bernd Mottl
Filmeinspieler: Jörn Hartmann
Choreografie & Ausstattung: Moritz Piefke
Sounddesign & Musikproduktion: Sven Ihlenfeld
Lichtdesign: Julia Fendesack
Kostüme: Thimm Hoth
Produktionsleitung & Booking: Uwe Berger

Besetzung

Mit: Ades Zabel, Biggy van Blond, Bob Schneider

Über die Inszenierung

„Drei Drachen vom Grill“ bringt die legendäre Ades Zabel Company zurück auf die Bühne des BKA-Theaters – mit Berliner Schnauze, scharfem Humor und einer überdrehten Mischung aus Trash, Glamour und politischer Satire. Die Produktion setzt auf eine Kombination aus Live-Performance, filmischen Einspielern und überzeichneten Figuren, die das Berliner Nachtleben und seine Absurditäten feiern.

Bernd Mottls Regie verbindet pointierte Comedy mit choreografischen Elementen und musikalischen Akzenten. Moritz Piefkes Choreografie und Ausstattung schaffen eine visuelle Welt zwischen Kiez-Realität und überdrehtem Showformat. Jörn Hartmanns Filmeinspieler erweitern die Szenen um mediale Kommentare und ironische Brechungen.

Das Sounddesign und die Musikproduktion von Sven Ihlenfeld verleihen dem Abend eine rhythmische, clubartige Energie, während Julia Fendesacks Lichtdesign die dramatischen und komischen Momente präzise akzentuiert. Thimm Hoths Kostüme unterstreichen die ikonischen Figuren der Company und setzen humorvolle, überzeichnete Akzente.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– Berliner Kult-Comedy mit ikonischen Figuren
– starke Verbindung von Live-Spiel und Filmeinspielern
– choreografische und musikalische Energie
– humorvolle, überzeichnete Ausstattung
– ein Ensemble, das seit Jahrzehnten Berliner Theatergeschichte prägt

Diese Produktion zeigt die Ades Zabel Company in Bestform – laut, bunt, politisch, komisch und unverwechselbar berlinisch.

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
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Nichts für schwache Nerven
4 Stunden her.
Kritik

''Es gibt haarige Nacktkostüme zu bestaunen, eine gut gefüllte Pinkelflasche wird mit süß schmeckender Limonade verwechselt, einem Theaterbesucher respektive Kunden wird gepflegt Senf in den Hosenbund gerieben. Die drei Grazien lassen es krachen und womöglich auch einen fahren. Dem "Futschi", ein Cocktail bestehend aus Chantré und River Cola, wird gehuldigt. Auch faltenfreie Haut durch Silikon-Behandlungen wird Thema. Doch Fettgeruch lässt sich schwerlich abwaschen.

Nicht zuletzt sorgte eine Kombination der Live-Performance mit eingespielten Videosequenzen dafür, dass die Show am laufen gehalten wird und es nicht allzu viele Längen gibt. Der Titel „Drachen“ greift nicht vollends – dafür harmonieren Edith, Jutta und Biggy letztlich viel zu liebevoll miteinander, statt sich echte Giftpfeile um die Ohren zu hauen. Am Ende bleibt die Show den bekannten Strickmustern der Company treu, ohne den Figuren tiefgreifend neue Facetten abzugewinnen.

Wer feinsinniges Kabarett sucht, ist hier falsch. Wer aber Lust auf Textil-Verbrechen in Leoparden- und Kätzchenoptik, grandiosen Fummel, jede Menge Futschi und herzhaften Berliner Humor hat, erlebt im BKA-Theater eine wunderbar nostalgisch-kultige Feier.'' schreibt Ansgar Skoda am 8. Juli 2026 auf KULTURA-EXTRA

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